Das Undenkbare denken: #Metoo in der Kabylei. Eine Kritik an Pierre Bourdieus Konzept der männlichen Herrschaft

Das Undenkbare: Die Berber-Frauen in der Kabylei, wie sie Pierre Bourdieu bis in die 1960er Jahre vorfand, hätten sich über männliche Herrschaft und männliche Übergriffe beklagt.

Die Metoo-Debatte hat mich veranlasst, Bourdieus Texte zur männlichen Herrschaft gründlicher zu lesen. Bourdieu hatte schon in seinen ersten Publikationen das Geschlechterverhältnis angesprochen, und zwar in der »Sociologie de l’Algérie« von 1958[1] und in einem Aufsatz von 1962 über »Les relations entre les sexes dans la societé paysanne«.[2] Diese Arbeiten sind fast vergessen. Heute bezieht man sich vor allem auf drei Texte aus den 1990er Jahren, in denen Bourdieu ein geschlossenes Konzept der »Männlichen Herrschaft« entwickelt hat. Die Reihe beginnt 1990 mit dem Aufsatz La domination masculine[3], der 1997 unter dem Titel »Die männliche Herrschaft« auf Deutsch[4] erschien (= MH 1997). 1998 überarbeitete Bourdieu diesen Aufsatz zu einer kleinen Monographie[5], die erst 2005 postum übersetzt wurde, wieder unter dem Titel »Die männliche Herrschaft« (= MH)[6]. Dazwischen steht noch die 1996 in Berkeley gehaltenen Goffman-Preisrede, die 1997 in deutscher Übersetzung unter dem Titel Männliche Herrschaft revisited (= MHR)[7] erschienen ist.[8] Aus der Lektüre dieser Texte ist völlig ungeplant eine Auseinandersetzung geworden, über die ich in einer Reihe von Einträgen berichten will.

Pierre Bourdieus Theorie der Praxis[9] ist ein großer Wurf. Ihre Anwendung auf das Geschlechterverhältnis unter dem Titel »Die männliche Herrschaft« ist dagegen sowohl zirkelhaft selbstbegründend als auch selbstverteidigend. Sie ist selbstbegründend, weil sie davon ausgeht, dass sich mit der Vorstellung der Geschlechterdichotomie immer schon und unausweichlich die Vorstellung der männlichen Dominanz verbinde. Das führt dazu, dass alle herangezogenen Belege im Sinne der These interpretiert werden und Gegenbeweise nicht in den Blick kommen. Sie macht sich autoimmun, weil sie die Doxa[10] von der männlichen Überlegenheit auch noch jedem, der sie anzweifeln wollte, als unüberwindlich entgegenhält.

Das ist, zumal aus der Tastatur eines Juristen, ein hartes[11] Urteil. Man wird ihm, wie schon Bourdieu[12] (dem er nicht das Wasser reichen will), erwidern, dass er substanzielle Ergebnisse der Frauen- und Geschlechterforschung nicht zur Kenntnis genommen habe. Er dagegen sieht, aller Karriere- und Opportunitätszwänge ledig, eine Chance, sich von der Autorität soziologischer Weltmeister und von der Doxa des Feminismus freizuhalten, und zu einer »häretischen Infragestellung«[13] vorzudringen.

Zur Doxa des Feminismus gehört die Lehre vom Patriarchat als der immer schon und überall bestehenden männlichen Herrschaft, und zwar in dem Sinne, dass diese Lehre nicht begründet zu werden braucht, sondern als richtig vorausgesetzt werden kann: Das Männliche steckt sozusagen im Begriff der Herr-schaft. (Das Wortspiel funktioniert natürlich nur im Deutschen.) Die Möglichkeit einer nicht-hegemonialen Männlichkeit[14] kommt nicht in den Blick.

Diese Doxa läuft auf ein Dogma der ursprünglichen Inferiorität der Frau hinaus, gekoppelt mit dem Vorwurf der historischen oder gar evolutorischen Schuld an das andere Geschlecht. Dem begegnet der Jurist auf eine Weise, die ihm aus der Rechtsphilosophie vertraut ist, nämlich mit der Idee eines Naturzustands, den er sich als einen Zustand des Gleichgewichts der Geschlechter vorstellt. Der Naturzustand ist kein historischer, aber er impliziert doch eine Minimal-Anthropologie, denn er darf nicht von vornherein unrealistisch erscheinen. Es erscheint mir jedenfalls nicht als abwegig, einen gleichgewichtigen Naturzustand für möglich zu halten. Immerhin bieten Anthropologie und/oder Humanökologie Andeutungen, dass die Idee eines gleichgewichtigen Ausgangszustands in ferner Vergangenheit so fiktiv gar nicht sein muss.[15] Von der Lektüre Bourdieus hatte ich mir daher insgeheim erhofft zu erfahren, wie die Vertreibung aus dem Paradies erfolgte. Bourdieu selbst hat einigen Anlass für dies Hoffnung gegeben, wenn er schreibt:

Es gibt »wohl kein mächtigeres Instrument des Bruchs als die Rekonstruktion der Genese: Indem diese die Konflikte und Konfrontationen der ersten Anfänge und damit zugleich die verworfenen Möglichkeiten wieder ans Licht bringt, haucht sie auch der Möglichkeit, daß es anders hätte sein können (und immer noch sein kann) neues Leben ein und stellt mit Hilfe dieser praktischen Utopie die eine Möglichkeit unter den vielen, die realisiert wurde, wieder in Frage.«[16]

Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Von Konflikten, Konfrontationen und verworfenen Möglichkeiten, die der männlichen Herrschaft vorausgegangen sind, ist in Bourdieus Texten keine Rede. Die folgende Bourdieu-Kritik dient der Abarbeit dieser Enttäuschung.

Bourdieu hat meisterhaft beschrieben, wie männliche Herrschaft, wenn und soweit sie sich etabliert, bei Männern und Frauen komplementäre Formen des Habitus ausbildet und dann als Doxa und Hexis, nämlich als anscheinend naturgegebene Selbstverständlichkeit, ihre Wirkung tut, und wie sie sich in symbolischem Kapital niederschlägt. Sein Konzept wird jedoch von einem argumentativen Überschuss getragen, der männliche Herrschaft als notwendige Folge der Geschlechterordnung erscheinen lässt. Da die Differenz der Geschlechter ungeachtet aller Beteuerungen des Konstruktivismus bislang ein universal-historisches Phänomen bildet, wäre männliche Herrschaft ebenso fest wie diese. Das ist die implizite Botschaft in Bourdieus Konzept der männlichen Herrschaft, und dagegen wendet sich meine Kritik. Sie richtet sich aber letztlich gegen die Annahme, dass Diskriminierungen nur durch die Abschaffung der Geschlechterdifferenz ausgeräumt werden könnten.

Es lässt sich schwerlich bestreiten, dass männliche Herrschaft – immer schon und auch heute noch – weit verbreitet war und ist. Darüber wird jedoch vernachlässigt, dass das Phänomen der männlichen Herrschaft, wo immer es besteht, einen Anfang, Grenzen und möglicherweise ein Ende hat, mit der Folge, dass Genese, Perseveranz und Maß für jede Zeit, für jede Gesellschaft und für jedes soziale Feld neu beschrieben werden müssen. Bourdieu beteuert zwar, es liege ihm fern »zu behaupten, daß die Herrschaftsstrukturen ahistorisch seien«.[17] Aber er behandelt männliche Herrschaft doch nur als »das Produkt einer unablässigen (also geschichtlichen) Reproduktionsarbeit«[18] Bei Bourdieu hat das Phänomen der männlichen Herrschaft keinen Anfang.

In der feministischen Literatur sind differenzierende Stimmen, die männliche Herrschaft (nur) »als Teil einer historischen, allerdings verhältnismäßig stabilen sozialen Relation«[19] fassen, selten[20], und in der Sekundärliteratur zu Bourdieu spielen sie keine Rolle. Meine Bourdieu-Kritik geht dagegen von der Möglichkeit aus,

»dass nicht die Geschlechterdifferenz per se die Ursache der Geschlechterdiskriminierung ist, wie in der konstruktivistischen Debatte teils angenommen wird. Die Geschlechterdifferenz bildet ein Grundprinzip der sozialen Organisation der meisten bisherigen Gesellschaften … . Doch lautet die Kernfrage, ob die Geschlechterdifferenz mit egalitären Verhältnissen verbunden wird oder ob sie zum Schlüsselelement von Ungleichheit und Herrschaft in der sozialen Organisation und in diskriminierende Strukturen ›eingebaut‹ wird, wie in der Mehrheit der historischen Gesellschaften und der europäischen Entwicklung.«[21]

Diese »Kernfrage« hat Bourdieu nur versteckt und beiläufig gestellt, um sie zu abzuweisen.[22] Für ihn ist die männliche Herrschaft »jeder häretischen Infragestellung enthoben«.[23] Der in der Tat erstaunliche soziale Mechanismus von Doxa und Hexis lässt Zweifel an der Realität der männlichen Herrschaft gar nicht erst aufkommen. Es geht immer nur um die Reproduktion männlicher Herrschaft, nie dagegen um Produktion und Maß.

»Vielmehr gilt es, die Geschichte der geschichtlichen Enthistorisierungarbeit zu rekonstruieren oder, wenn man das vorzieht, die Geschichte der fortdauernden (Wieder-)Herstellung der objektiven und subjektiven Strukturen der Herrschaft, die sich, seit es Männer und Frauen gibt, permanent vollzieht und durch die die männliche Herrschaft kontinuierlich von Generation zu Generation reproduziert wird.« (MH 144)

Was Bourdieu geleistet hat, ist nur die Beschreibung der binären Geschlechterordnung und ihrer Perseveranz.

Auch in der Sekundärliteratur, die sich auf Bourdieus Arbeiten zur männlichen Herrschaft bezieht, spiegelt sich der Eindruck, der Meister habe gar nicht belegt, dass die Ubiquität männlicher Herrschaft ein Strukturelement der Gesellschaft sei, ähnlich der Herrschaft des ökonomischen Kapitals, sondern er habe die Ubiquität männlicher Herrschaft vorausgesetzt, um dann zu beschreiben, wie solche Herrschaft abstrakt durch symbolische Gewalt und durch einen auf die Geschlechterdichotomie ausgerichteten Habitus funktioniert. »Es war klar, dass Frauen von Männern beherrscht wurden, aber Bourdieu fehlte noch das theoretische Instrumentarium … «.[24]

Im Feminismus ist Bourdieus Konzept der männlichen Herrschaft keineswegs auf vorbehaltlose Zustimmung gestoßen.[25] Aber die Kritik betrifft nicht die Lehre von der Ubiquität männlicher Herrschaft an sich, sondern nur den Einbau dieses Phänomens in die soziologische Theorie, insbesondere die Frage, ob Bourdieu einem gewissen sozialen Determinismus[26] huldigte, der feministische Geschlechterpolitik bremsen könnte, zumal wenn sie sich der Überwindung der Heterosexualität verschrieben hat. Ives Sintomer nennt es »eine allgemeine Schwäche bei Bourdieu, [dass er] eher bereit [sei], die Reproduktion zu erklären, als den sozialen Wandel zu analysieren«[27].

Meine Kritik gilt also der Gleichsetzung von Geschlechtertrennung und Patriarchat in Pierre Bourdieus Texten zur »Männlichen Herrschaft.« Das werde ich in weiteren Einträgen ausführen.

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[1] Pierre Bourdieu, Sociologie de l’Algérie, 8. éd., 56. mille, Paris 2001 [1958]. Dort S. 16f, 86. Das Buch ist in 8. Auflage 2001 in der Reihe Que sais-je? erschienen.

[2] Les Temps Moderne 18, 1962, 307-331.

[3] Actes de la Recherche en Sciences Sociales 84, 1990, 2-31

[4] In: Irene Dölling/Beate Krais (Hg.), Ein alltägliches Spiel. Geschlechterkonstruktion in der sozialen Praxis, 1997, 153-217.

[5] La domination masculine, Paris 1998. Die englische Übersetzung des Buches ist als Masculine Domination im Internet verfügbar.

[6] Gehaltvolle Rezensionen: Ulla Bock, Gegen eine Mystifizierung von Herrschaftsverhältnissen, querelles-net Nr. 16 2005; York Gothart Mix, A la Recherche de !a domination masculine. Ein postum übersetzter Essay Pierre Bourdieus vermag nicht zu überzeugen, Literaturkritik.de Nr. 8, 2005; Sylka Scholz, Männliche Herrschaft, Berliner Journal für Soziologie 16, 2006, 265-274; Eva-Maria Ziege, P. Bourdieu: Die männliche Herrschaft, H-Soz-Kult vom 28.10.2005.

[7] Feministische Studien 15, 1997, 88–99.

[8] Diese drei Arbeiten hat Bourdieu noch zwei Mal in »Gesprächen« erläutert: Eine sanfte Gewalt. Pierre Bourdieu im Gespräch mit Irene Dölling und Margareta Steinrücke. Eine ähnliches Gespräch mit Catherine Portevin, das 1998 zuerst in der französischen Zeitschrift Télérama erschien, findet sich in einem von Claudia Rademacher und Peter Wiechens herausgegebenen Sammelband von 2001: Pierre Bourdieu im Gespräch. Teilen und herrschen. Zur symbolischen Ökonomie des Geschlechterverhältnisses, in: Claudia Rademacher/Peter Wiechens (Hg.), Geschlecht – Ethnizität – Klasse, 2001, 11-30.

[9] »Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft« (ETP) ist ein 1992 erstmals auf Deutsch erschienener Band betitelt, der im ersten Teil drei Kapitel enthält, in denen Bourdieu über seine ethnologischen Untersuchungen in der Kabylei berichtet, auf die er immer wieder Bezug nimmt. »Theorie der Praxis« wäre aber auch eine gute Überschrift über Bourdieus Gesamtwerk.

[10] Doxa ist Bourdieus Bezeichnung für unhinterfragte Selbstverständlichkeiten. Bourdieus Begrifflichkeit ist eigenwillig; vgl. das Glossar von Eva Barlösius, Pierre Bourdieu, 2. Aufl. 2011, 187-189, oder von Pascale Steiner, Bourdieu lesen und verstehen, 2001, 41ff.

[11] Es geht noch härter. Der Literaturwissenschaftler York Gothart Mix schreibt in seiner Rezension: »Die zentrale These des Textes, männliche Herrschaft tarne sich als biologische Selbstverständlichkeit, als anthropologische Konstante und habe sich so in die ›kognitiven Strukturen eingeprägt‹, dass selbst ›der versierteste Analytiker (ein Kant oder selbst ein Sartre, ein Freud oder auch ein Lacan…)‹ nicht ›dagegen gefeit‹ sei, diese zu durchschauen, erweist sich als dogmatische Ideologie und leugnet jede intersubjektive Überprüfbarkeit.« (A la Recherche de !a domination masculine. Ein postum übersetzter Essay Pierre Bourdieus vermag nicht zu überzeugen, Literaturkritik.de Nr. 8, 2005).

[12] Vgl. Beate Krais, Die männliche Herrschaft. Ein somatisiertes Herrschaftsverhältnis, Österreichische Zeitschrift für Soziologie 36, 2011, 33-50, S. 46.

[13] Bourdieu, MH 1997, 159.

[14] Der Begriff der hegemonialen Männlichkeit stammt wohl von Robert W. Connell, vgl. Robert W. Connell/James W. Messerschmidt, Hegemonic Masculinity, Gender & Society 19, 2016, 829-859, S. 830ff.

[15] So schreibt etwa Dieter Claessens (Das Konkrete und das Abstrakte, 1980, S. 227): »Für eine absolute Unterordnung der Frau im Sinne der objektiven nachweisbaren Schlechterstellung in der frühen, d. h. weit zurückliegenden Vergangenheit spricht nichts, – eher für eine gewisse Vorrangstellung der Frauen (Matrismus).« Claessens zeichnet eine sozialanthropologische Skizze der Entwicklung aus einem Ur- oder Naturzustand in eine komplexere Gesellschaft. Bei der Behandlung des Geschlechterverhältnisses (S. 262-287) geht er grundsätzlich von einem ursprünglichen Gleichgewicht aus, das sich erst durch die Ansammlung von Macht und die Entstehung von Recht und Staat verschoben habe, wobei der Frauentausch eine Rolle gespielt habe. Für einen primär »sexistischen« Ansatz verweist er auf Uwe Wesel. Für eine etwas jüngere Darstellung des »Naturzustands« vgl. Dieter Steiner, Einführung in die Humanökologie (1998/99).

[16] Pierre Bourdieu, Praktische Vernunft, 1985, 99.

[17] Pierre Bourdieu, Männliche Herrschaft, 2005 (künftig abgekürzt als MH), S. 65.

[18] Ebd. Kursivschrift im Original; Betonung der ersten Silbe des letzten Wortes von mir.

[19] Alex Demirovic/Katharina Pühl, Identitätspolitik und die Transformation von Staatlichkeit: Geschlechterverhältnisse und Staat als komplexe materielle Relation, in: Eva Kreisky/Birgit Sauer (Hg.), Geschlechterverhältnisse im Kontext politischer Transformation, 1998, 220-240, S. 221.

[20] Ilse Lenz zeigt immerhin, dass »geschlechtssymmetrische Gesellschaften« denkbar sind (Geschlechtssymmetrische Gesellschaften: Wo weder Frauen noch Manner herrschen, in: Ruth Becker/Beate Kortendiek (Hg.), Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung, Wiesbaden 2004, 28-34). Die Gruppe, die sich 2003 zu einem »1. Weltkongress für Matriarchatsforschung« in Luxemburg traf, bildet eine Außenseitertruppe.

[21] Lenz, a. a. S. 28.

[22] MH 1997, 160 Fn. 9.

[23] MH 1997, 159.

[24] Boike Rehbein, Die Soziologie Pierre Bourdieus, 3. Aufl. 2016, S. 203. Ähnlich etwa: »Die Ausarbeitung seiner Theorie der bestehenden patriarchalen Geschlechterordnung … « (Ulle Jäger/Tomke König/Andrea Maihofer, Pierre Bourdieu, Die Theorie männlicher Herrschaft als Schlussstein seiner Gesellschaftstheorie, in: Heike Kahlert/Christine Weinbach (Hg.), Zeitgenössische Gesellschaftstheorien und Genderforschung, 2012, 15-36, S. 17. In der folgenden »Rekonstruktion« von Bourdieus Konzept der männlichen Herrschaft spielen die Genese und die Grenzen des Phänomens keine Rolle. Ähnliche Formulierungen auch bei Irene Dölling (Männliche Herrschaft als paradigmatische Form, in: Margareta Steinrücke (Hg.), Pierre Bourdieu, Politisches Forschen, Denken und Eingreifen, 2004, 74-90, S. 7; Susanne Kröhnert-Othman/Ilse Lenz, Geschlecht und Ethnizität bei Pierre Bourdieu. Kämpfe um Anerkennung und symbolische Regulation, in: Uwe H. Bittlingmayer u. a. (Hg.), Theorie als Kampf?, 2002, 159-178, S. 3 u.

[25] Dokumentation, Kontroversen über das Buch »Die männliche Herrschaft« von Pierre Bourdieu, Feministische Studien 20, 2002, 281-300. Vgl. ferner Ulle Jäger/Tomke König/Andrea Maihofer, Pierre Bourdieu. Die Theorie männlicher Herrschaft als Schlussstein seiner Gesellschaftstheorie, in: Heike Kahlert/Christine Weinbach (Hg.), Zeitgenössische Gesellschaftstheorien und Genderforschung, 2012, 15-36, S. 17 und die dort angeführte Literatur. Ferner Lisa Adkins/Beverley Skeggs (Hg.), Feminism after Bourdieu, 2004 (kenne ich nur aus der Rezension von Sirma Bilge, Canadian Journal of Sociology Online January-February 2006); Julie McLeod, Feminists Re-Reading Bourdieu. Old Debates and New Questions About Gender Habitus and Gender Change, Theory and Research in Education 3, 2005, 11-30.

[26] Vgl. MH 73, 75.

[27] In: Michelle Perrot/Yves Sintomer/Beate Krais/Pierre Bourdieu, Dokumentation: Kontroversen über das Buch »Die männliche Herrschaft« von Pierre Bourdieu, Feministische Studien 20 , 2002, 281-300, S. 278. Vgl. Bourdieus in der Tat jedenfalls heute nicht mehr zufriedenstellene Beschreibung des Aufbruchs der Frauen in der Moderne in MH 154ff.

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