Nachträge

Zu: Begriffe, Konzepte, Konzeptionen und »essentially contested concepts«: Ein »Handout zum Jugendhilfetag Frankfurt (Oder) 2010« zeigt ein anderes Verständnis der Begriffe, wie es in der (Sozial-) Politik gebräuchlich ist: Ein Konzept ist danach ein »theoretisch wie empirisch gut begründeter Handlungsplan«. Die Konzeption dagegen ist einerseits » ein fließender Prozess. Sie umfasst die gesamte konzeptionelle Arbeitsphase – im Gegensatz zur Organisations- oder zur Realisierungsphase.« Andererseits versteht man unter Konzeption die alles prägende Leitidee eines Plans. Beispielsweise bemängeln die Kommentatoren der einschlägigen Medien gern, dass in der Gesundheitsreform keinerlei Konzeption stecke.«1

Zu: Die Bertelsmann-Stiftung als Ghostwriter der Politik: Über »Entmündigung als Bildungsziel« schreibt Thomas Thiel heute (14. 7. 2016) einen großen Artikel in der heimlichen Juristenzeitung. Darin beklagt er den fehlenden Datenschutz bei den Online-Tutorials insbesondere amerikanischer Anbieter, der dazu führen könne, dass die Bildungsbiographien der Lerner mit ihren persönlichen Daten, mit ihren Stärken, Schwächen und Vorlieben gespeichert und kommerziell verwertet werden, insbesondere auch als Angebot an das Personalmanagement. Er beklagt, dass auch die deutschen Universitäten sich mehr oder weniger kritiklos dieser Praxis bedienen und dass dabei die Bertelsmann Stiftung mit ihrem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) als Antreiber fungiert.

Zu: Ein Carl Schmitt der Literaturwissenschaft und die Rechtstheorie: Hans Robert Jauß. Die Diskussion um Person und Werk geht weiter. Dazu Paul Ingendaay, Rückschau bringt Dämonen hervor, in FAZ vom 16. 6. 2016.

Zu Travelling Models: Die Rezension zu dem Band von Andrea Behrends/Richard Rottenburg/Sung-Joon Park (Hg.), Travelling Models in African Conflict Management, 2014, ist in der Zeitschrift für Rechtssoziologie 35, 2015 S. 301-312 erschienen, zugleich mit einer Replik von Andrea Behrends, Sung Joon-Park und Richard Rottenburg, ebd. S. 313-317.
In der Rezension habe ich u. a. kurz den Beitrag von Sylvanus N. Spencer »Singing for Change. Music as a Means of Political Expression for Young People in Sierra Leone and Liberia« (S. 183-204) referiert. Da ich das Thema »Recht und Musik« immer noch aus dem eingestellten Blog »Recht anschaulich« im Hinterkopf habe, notiere ich hier eine einschlägige Fundstelle: Hauke Dorsch, »Indépendance Cha Cha«: African Pop Music since the Independence Era, Africa Spectrum 45, 2010. (Nachtrag vom 6. 2. 2015)

Über Wissenschaftsblogs: Im ABA Journal vom 1. 12. 2015 schreibt Molly McDonough über das wirkliche oder vermeintliche Schrumpfen der Law Blogs (Blawgs): What is the State of the Legal Blogosphere? Das BLAWG-Directory des ABA Journals verzeichnet immer über 4000 Law Blogs. (Nachtrag vom 6. 2. 2016)

Einen Kommentar auf der Seite »Über dieses Blog« habe ich gelöscht, nachdem ich entdeckt habe, dass praktisch derselbe Text auf einer politisch extremen Webseite veröffentlicht war.

Ich halte mich an die Regel, Postings nachträglich nicht mehr zu ändern. Eine Ausnahme gilt für offenbare Unrichtigkeiten im Sinne von § 319 ZPO. Ohne besondere Kennzeichnung werden die Einträge In eigener Sache VIII: Veröffentlichungen sowie In eigener Sache VII: Blogroll und Linkliste geändert, außerdem die Seite Überflüssige Literatur. Dagegen werden inhaltliche Änderungen von Belang und Ergänzungen als Nachträge ausgewiesen. Bisher hatte ich solche Nachträge gelegentlich in einem eigenen Eintrag zusammengestellt, zuletzt am 8. 3. 2015. Ab jetzt werde ich Nachträge kontinuierlich einfügen und sie auf dieser »Seite« anzeigen, und zwar chronologisch derart, dass der jüngste Nachtrag hier zuerst erscheint.

Als erster Nachtrag ist heute zu verzeichnen, dass ich die alte überflüssige Seite Fundbüro in einen Eintrag umgewandelt und unter dem ursprünglichen Veröffentlichungsdatum eingereiht habe.

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  1. Als Quelle wird auf einen Blogeintrag auf Konzeptionerblog von 2006/2007 verwiesen. Den Eintrag finde ich nicht. 

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