Modernisierung durch Recht: Konvergenz zum Weltstaat?

Die universalen Imperative moderner Ideen und Institutionen, so meint Cyril E. Black[1], könnten in einem Zustand enden, in dem die verschiedenen Gesellschaften so homogen würden, dass sie am Ende einen Weltstaat formen. Martin Albrow (Abschied vom Nationalstaat: Staat und Gesellschaft im globalen Zeitalter, 1998[2]) geht sehr viel weiter mit der Behauptung, der Weltstaat sei schon da. Dazu verabschiedet er allerdings die Modernisierungstheorie mit der These, die Moderne habe ihr Ende erreicht und mit der globalen Gesellschaft sei etwas völlig Neues entstanden, weil alle Möglichkeiten einer Expansion erschöpft seien. Für ein Inhaltsreferat seines Buches kann auf Wikipedia verwiesen werden, für die notwendige Kritik auf die Rezension[3] von von Rolf Wiggershaus »Blinder Optimismus«vom 10. 6. 1998.



[1] Cyril E. Black, The Dynamics of Modernization, A Study in Comparative History, New York [u.a.] 1966, S. 174.

[2] Martin Albrow, The Global Age: State and Society beyond Modernity, Stanford University Press, 1997.

[3] Eine Rezension von Saskia Sassen im American Journal of Sociology, 103 (1998) 1412-1414 ist eher unergiebig.

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