Über dieses Blog

Wozu ein neues Weblog? Am Anfang stand die Idee, dass es zu jedem Buch eine Begleitseite im Internet geben müsste, um unabhängig von einer Neuauflage eine gewisse Aktualität zu gewährleisten. Nachdem 2007 »Recht anschaulich« (Mitautor Stefan Ulbrich) erschienen war, hatte mir der Verleger Herbert von Halem zu diesem Zweck ein Blog gleichen Namens eingerichtet. Sobald ich gelernt hatte, wie ein Blog funktioniert, habe ich Rsozblog installiert. Rsozblog war dazu gedacht, die Neubearbeitung meiner alten »Rechtsoziologie« von 1987 zu begleiten. Damals hoffte ich noch, die neue »Rechtssoziologie« in absehbarer Zeit vorlegen zu können. Daneben sollte Rsozblog aber auch zur Begleitung der »Allgemeinen Rechtslehre« dienen und Beiträge aus dem Blog »Recht anschaulich« übernehmen. Dazu wurden entsprechende »Kategorien« eingerichtet.
Die Dinge haben sich anders entwickelt als erwartet. Nach dem 2008 die 3. Auflage der »Allgemeinen Rechtslehre« (jetzt zusammen mit Hans Christian Röhl) erschienen war, zeigten sich die Nachteile des Blogformats, das die Eintragungen chronologisch ablegt und nur indirekt durch die Zuordnung zu Kategorien eine Strukturierung ermöglicht, die zudem den Nachteil hat, dass sie sie nachträglich nur noch schwer ändern lässt. Wir haben daher auf der Basis des CMS-Systems Drupal mit Hilfe eines Buch-Moduls eine Webseite gebastelt, auf der die Gliederung der Allgemeinen Rechtslehre als Klappmenu zur Verfügung steht, so dass sie als Wissensmanagementsystem dient, in dem alle für mitteilenswert gehaltenen Informationen untergebracht werden können. Nun ist die Begleitseite unter der Adresse http://allgemeine-rechtslehre.de/ zu erreichen. Wir, die Autoren, hoffen, dass sie Anklang findet. Das schließt nicht aus, dass auf Rsozblog auch weiterhin Einträge zur Allgemeinen Rechtslehre erscheinen.
Die Neubearbeitung der alten »Rechtssoziologie« hat sich als unendliche Geschichte erwiesen. Umso wichtiger ist damit für mich Rsozblog als Notizbuch und Materialsammlung für die Rechtsoziologie und ihre Nachbardisziplinen geworden.
Beim Bloggen habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich unter dem Druck, möglichst regelmäßig einen Eintrag wöchentlich zu schreiben, das Feld aufmerksamer beobachte als zuvor und dabei manches (für mich) Neue entdecke. Die andere Erfahrung ist, dass die Publikationsform des Blogs mich dazu herausfordert, Beobachtungen und Gedanken festzuhalten, die noch nicht im wahren Sinne des Wortes druckreif sind. Ob sie lesenswert sind, müssen andere beurteilen. Für mich ist wichtig, dass andere sie lesen könnten, denn das ist ein sanfter Zwang, im Blick auf das Urteil anderer auszuwählen und zu formulieren. Natürlich verbindet sich damit auch die Hoffnung auf eine Diskussion mit den Lesern.
Rsozblog wird jetzt vier Jahre alt. Da ist man im Internetzeitalter wohl den Kinderschuhen entwachsen. Was ich in dieser Zeit an Selbstreflexion über das Blogging festgehalten habe, findet sich in einer Serie von Einträgen mit der Überschrift »In eigener Sache«:

1. In eigener Sache: Über Wissenschaftsblogs
2. In eigener Sache: Veröffentlichungen 2010
3. In eigener Sache: Weiter über Wissenschaftsblogs
4. In eigener Sache: Wo bleibt die Interaktivität?
5. In eigener Sache: Erst schreiben, dann forschen?
6. In eigener Sache: Zitierregeln im Internet
7. In eigener Sache: Blogroll und Linkliste
8. In eigener Sache: Veröffentlichungen; Linkliste
9. In eigener Sache: Wissenschaftsblogging wird domestiziert
10. In eigener Sache: Blog »Recht anschaulich« ist eingestellt

Impressum
Prof. Dr. Klaus F. Röhl
Juristische Fakultät
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstr. 150
44780 Bochum
Tel.: +49(0)234-3225256
Fax.: +49(0)234-99409077
E-Mail: klaus.f.roehl@rub.de
Url: http://www.ruhr-uni-bochum.de/rsozlog/

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